Pt100-/Pt1000-Widerstandsthermometer

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Der Sensor eines Widerstandsthermometers verfügt über einen temperaturabhängigen elektrischen Widerstand. Dieser steigt mit der Temperatur und wird deshalb PTC (Positive Temperature Coefficient) genannt. Bei industriellen Messaufgaben kommen in erster Linie Pt100- oder Pt1000-Messwiderstände zum Einsatz. In der IEC 60751 (DIN EN 60751) sind die genauen Eigenschaften der Messwiderstände und der darauf basierenden Thermometer festgelegt. Weitere Informationen zu Sensoreigenschaften siehe WIKA Technische Information IN 00.17.

Aufbau von Pt100-/Pt1000-Widerstandsthermometern

In der industriellen Verwendung bestehen Pt100-/Pt1000-Widerstandsthermometer zumeist aus einem Messeinsatz, der in einen Anschlusskopf und in einer entsprechenden Schutzarmatur verbaut ist. Im Anschlusskopf findet die elektrische Kontaktierung statt. Als Messeinsatz wird die leicht austauschbare Einheit des Thermometers bezeichnet, die aus einem Rohr oder einer Leitung geeigneten Materials besteht, dessen sensitives Ende einen oder mehrere Pt100-/Pt1000-Platin-Messwiderstände enthält. Geschützt durch ein Schutzrohr kann eine Temperaturmessstelle aufgebaut werden, die den prozessunabhängigen Austausch des Thermometers im Falle einer Reparatur oder Kalibrierung ermöglicht.

Eine weitere industrielle Bauform von Pt100-/Pt1000-Widerstandsthermometern sind die sogenannten Kabelfühler. In diesem Falle wird an den metallischen Teil des Thermometers das Anschlusskabel direkt konfektioniert.

Anwendungen von Pt100-/Pt1000-Widerstandsthermometern

Ob ein Pt100- oder ein Pt1000-Sensor zum Einsatz kommt, hängt von der jeweiligen Applikation ab. In der Prozessindustrie stellen Pt100-Sensoren die weltweit häufigste und gebräuchlichste Widerstands-Sensorart dar. Dennoch gibt es Anwendungen, bei denen die Verwendung von Pt1000-Sensoren sinnvoll ist. So hat z. B. bei einer Zweileiterschaltung der Einsatz von Pt1000-Sensoren gegenüber Pt100- Sensoren den Vorteil, dass hier der Einfluss der Leitungslänge in den Gesamt-Messfehler nur einen Bruchteil dessen eines Pt100-Sensors beträgt. Auch bei netzunabhängig betriebenen Thermometern wirkt sich der höhere Nennwiderstand des Pt1000-Sensors positiv auf die Energiebilanz des Gerätes aus. Batterien haben aus diesem Grund eine höhere Lebensdauer, womit Wartungsintervalle verlängert und dadurch Servicekosten verringert werden. Beim Einsatz von Pt1000-Sensoren ist darauf zu achten, dass die nachgeschaltete Auswerteelektronik das Pt1000-Signal auch tatsächlich verarbeiten kann. In modernen Temperaturreglern oder Anzeigegeräten ist dies zumeist der Fall, da hier der Sensoreingang frei konfiguriert werden kann.

WIKA liefert alle Widerstandsthermometer mit Pt100- als auch mit Pt1000-Sensoren:


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